Neue Jazzräume erschliesst sich das Quartet des Pianisten und Komponisten Immanuel Brockhaus.
Berührungsängste mit angrenzenden musikalischen Bereichen existieren
nicht. Diese Musik ist lyrisch und kraftvoll, romantisch und geradlinig
zugleich. Sie sucht das Eigenständige, das nicht Absehbare, das
Ehrliche.
Auf dem CD Cover sehen wir eine fast unwirkliche Szenerie:
Das Spiel bei anbrechender Nacht. Die Spieler bemerken den Beobachter
nicht und sind in ihr Spiel vertieft. Sie befinden sich in einer fast
unwirklichen Atmosphäre. Das Flutlicht zeigt sich hier wie zwei
künstliche Sonnen über dem Abendhimmel. Das ist die Musik, die wir auf
der CD hören.
Jazz `n More schreibt im Juliheft 2009:
Endlich wieder einmal eine Schweizer Produktion, die sich wirklich wohltuend vom Rest abhebt, vor allem durch ihr eigenständiges und durchwegs homogenes Klangbild. Im ersten Moment ist man zwar versucht zu denken „ ein Pianist mehr in der sowieso schon engen Schweizer Szene. Dem ist aber nicht so. Der 49-jährige Brockhaus ist alles andere als ein Newcomer- vielmehr ein gestandener Hase. Möglicherweise hierzulande (noch) nicht ganz so bekannt, weil er nach seinem Studium an der Swiss Jazz School in Bern lange im Ausland tätig war, u.a. als Dozent an der Jazz & Rockschule Freiburg. Daneben hat er sich auch einen ausgezeichneten Ruf als Didaktiker, Pädagoge und Komponist erarbeitet und war oft in den Bereichen Theater, Musical und Klassik tätig. Ohne stilistische Scheuklappen kommen denn auch seine Kompositionen daher. Oft haben sie gerade Ohrwurmqualitäten und sind geprägt von eingängigen Themen, welche Tomas Sauter an der Gitarre gekonnt singt. Während Brockhaus als Solist selten in den Vordergrund tritt, ist Sauter auf der elektrischen und akustischen Gitarre omnipräsent. Wunderschön sind auch Martin Streules Soli auf dem 6-String Fretless Bass. Überhaupt: Wer Pat Methenys Platten aus den späten 1970ern (mit Jaco Pastorius) mag, wird „Floodlight“ lieben.
(Höchste Bewertung)
Drummers World schreibt im Juliheft 2009:
Immanuel Brockhaus Band – Floodlight
Das es trotz schlechten CD Verkäufen, eine Vielzahl toller Produktionen erscheinen, ist erfreulich. Noch erfreulicher, wenn diese aus der Schweiz kommen. Ein kleines Land, mit grossartigen Musikern. Das ist sicherlich kein Geheimnis. So auch das aktuellste Album des Pianisten Immanuel Brockhaus, “Floodlight”. Für einige mag er unbekannt sein, doch dies hat sicherlich vielmehr damit zu tun, dass Immanuel Brockhaus vielerorts tätig ist. Selber studierte Er an der Swiss Jazz School Bern und war vor allem im Ausland tätig. Zudem ist er als Studiengangsleiter an der HKB (Hochschule der Künste Bern) tätig. Mit der Immanuel Brockhaus Band – welche 2008 gegründet wurde -, hat er nun dieses Album aufgenommen. Mit dabei die Musiker Tomas Sauter an der Gitarre, Martin Streule am Bass sowie Martin Stadelmann am Schlagzeug. Die neun Kompositionen von Immanuel Brockhaus überzeugen. Er lässt vor allem seine Musiker in den Vordergrund rücken. Der Gitarrist Tomas Sauter, welcher gekonnt und mit viel Gefühl jeden Song spielt. Und genauso überzeugt auch Martin Streule mit seinem Fretlessbass. Wunderschöne Solos die unter die Haut gehen. Manchmal kommt einem ein Jaco Pastorius in den Sinn oder auch ein Joe Zawinul bei einigen Songs. Immanuel Brockhaus beweist zudem als Pianist, dass er zu den ganz grossen gehört, dies wird einem schnell klar beim anhören dieses Albums. “Floodlight” einfach nur schön und Pflicht in jedem CD Regal. Erschienen ist das Album bei Brambus Records. Hörbeispiele findet man im iTunes Store und weitere Informationen zum Album gibt es auch hier.